Bei der Befragung zum aktuellen “Praxisbarometer Digitalisierung” der KBV gaben zum ersten Mal die Hälfte der teilnehmenden Praxen an, komplett oder mehrheitlich digital mit Patienten zu kommunizieren. Bei dem interkollegialen Austausch setzen 41 Prozent auf die digitale Kommunikation, ein plus von zehn Prozentpunkten.
Doch die Fortschritte bei der Digitalisierung enden offenbar noch an den Sektorengrenzen. Nur 13 Prozent der Praxen tauschen sich komplett oder mehrheitlich digital mit Krankenhäusern aus. Nur 15 Prozent der Umfrageteilnehmer konnten berichten, dass die digitale Zustellung von Entlassbriefen klappt. Bei Befunden und Medikamenten lag der Wert sogar nur bei mageren neun bzw. sechs Prozent.
Die häufigsten digitalen Angebote, welche Praxen den Patienten offerieren, sind die Online-Rezeptbestellung (45 Prozent), die Verordnung digitaler Gesundheitsanwendungen (44 Pozent) sowie die Online-Terminvereinbarung (40 Prozent). Offensichtlich wächst auch die Zufriedenheit mit eAU, eRezept und eArztbrief. Mit eAU und eRezept waren 78 bzw. 77 Prozent der Praxen zufrieden oder eher zufrieden, beim eArztbrief waren es 61 Prozent.
Ärzte bewerteten den Einfluss der Digitalisierung auf ihren Praxisalltag insgesamt positiver als ein Jahr zuvor. Besonders das Praxismanagement profitiere, sagten 45 Prozent der Befragten und damit 13 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
Quelle: KBV und IGES-Institut
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